Betriebliches Eingliederungsmanagement kurz: bEm

Unterstützung bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderung aus § 167 neuntes Sozialgesetzbuch

In § 167 (§ 84 bis 31.12.2018) neuntes Sozialgesetzbuch Absatz 2 finden Arbeitgeber die gesetzliche Anforderung zur Durchführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (kurz: bEm). Der Arbeitgeber wird in diesem Paragraphen zum bEm gesetzlich verpflichtet, dem Arbeitnehmer steht die Teilnahme daran frei.

Ziel des Gesetzgebers ist es, den Arbeitgeber stärker in die Verantwortung zu nehmen, wenn es um krankheitsbedingte Fehlzeiten im Unternehmen kommt.

Ein bEm muss jedem Mitarbeiter angeboten werden, der länger als 6 Wochen in einem Jahr krank ist. Das bEm Team schaut sich mit dem Mitarbeiter mögliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in Bezug auf die vorliegenden Einschränkungen aufgrund der Krankheit an. Im Idealfall werden einvernehmliche Lösungen gefunden, finanzielle und beratende Unterstützung findet das Team bei gesetzlichen Leistungsträgern wie Integrationsamt oder Rentenversicherungen.

Die Arbeitsbedingungen sind in diesem Kontext ein weit gefasster Begriff und schließen zwischenmenschliche „Beziehungen“ wie Beziehung zu den Kollegen, den Vorgesetzten oder Kunden wie auch familiäre Umstände mit ein.

Bei Unterlassung des bEm können dem Arbeitgeber Schadensersatzklagen durch den Arbeitnehmer drohen und ohne den Nachweis eines bEm haben krankheitsbedingte Kündigungen vor Gericht keine Aussicht auf Erfolg, da der Arbeitgeber in diesem Fall angehalten ist alle Möglichkeiten auszuschöpfen um das Arbeitsverhältnis zu erhalten.